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Der Angriffskrieg Putins gegen die Ukraine treibt die Lebensmittelpreise immer weiter nach oben und führt zu Lieferengpässen zum Beispiel bei Weizen. Im Zusammenhang mit einer Aktuellen Stunde zum Thema „Hunger vermeiden – Mehr Lebensmittel produzieren statt Ackerflächen stilllegen“ haben der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Friedrich Merz, der landwirtschaftspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann und Christina Stumpp, Mitglied des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft, mit Landwirten die aktuelle Lage zur Versorgung mit Nahrungsmitteln diskutiert. 

Gesunde Ernährung keine Frage des Geldbeutels werden

“Deutschland und Europa müssen mit ihrer starken Landwirtschaft zur Verhinderung von Hungersnöten beitragen,” betonte Friedrich Merz gleich zu Beginn des Gesprächs. Es gehe darum, bezahlbare Lebensmittel zu erzeugen. Dabei dürfe gesunde Ernährung keine Frage des Geldbeutels werden, so der Fraktionsvorsitzende.

Es braucht echte Lösungen, statt Ideologien

Die Bundesregierung hat zur Frühjahrsaussaat 2022 die Nutzung von Brachflächen zum Anbau von Nahrungsmitteln verhindert. Sie hat den bei der EU notwendigen Antrag zu einer solchen Nutzung ökologischer Vorrangflächen nicht gestellt. Damit hat sich Deutschland in der EU isoliert.

Merz, Stegemann und Stumpp fordern, echte Lösungen zu erarbeiten, statt Ideologien zu folgen. Konkret:

  • Mit der Nutzung von Brachflächen hätten in Deutschland in diesem Jahr rund 800.000 Tonnen Weizen mehr geerntet werden können. Damit kann man eine Stadt wie Berlin fast ein ganzes Jahr ernähren. Die EU-Verpflichtung zur Stilllegung von vier Prozent der Ackerflächen muss deshalb ab 2023 ausgesetzt werden, bis die Krise vorbei ist.
  • Lebensmittel sollen mit modernen Mitteln umweltfreundlicher werden. Dazu zählen neue Technologien wie Digitalisierung zur zielgenauen und sparsamen Ausbringung von Dünger und Pflanzenschutzmitteln. Und dazu zählen zeitgemäße Züchtungsmethoden für widerstandsfähige und ertragreiche Pflanzen.
  • Deutschland muss seine landwirtschaftlichen Betriebe stabilisieren – durch gezielte Unterstützung und spürbare Entlastungen. Hierzu zählt die Rücknahme der Kürzung von Zuschüssen zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung.

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